So Long, Marianne: Cohens Hydra findet immer neues Publikum

So Long, Marianne: Cohens Hydra findet immer neues Publikum

Sechzig Jahre nachdem ein junger kanadischer Dichter ein Haus oben am Hang für 1.500 Dollar kaufte, erneuert sich Hydras berühmteste Liebesgeschichte immer wieder. So Long, Marianne, die Fernsehserie, die die Jahre von Leonard Cohen und Marianne Ihlen auf der Insel dramatisiert — teils hier gedreht —, machte eine ganz neue Generation mit dem Hydra der 1960er bekannt: die Petroleumlampen, die Künstlerkolonie rund um Katsikas’ Lebensmittelladen, die Lieder, die in einem weiß getünchten Zimmer über dem Hafen begannen.

Man spürt es auf der Insel: Besucher, die in der Gasse vor dem Cohen-Haus innehalten, Gitarren, die bei Sonnenuntergang nahe der Windmühle auftauchen. Das Haus bleibt privat — bewundern Sie es von der Straße aus —, doch der Weg hinauf durch Kala Pigadia ist seine eigene Belohnung, und die Stadt darunter sieht weitgehend so aus wie damals, als er hier Bird on the Wire schrieb.

Hydra verführt Künstler schon lange, bevor die Kameras kamen. Und zeigt keinerlei Anzeichen, damit aufzuhören.